Landesverein

für Höhlenkunde in Tirol

Geschichte des Landesvereins

Die Gründung des Landsvereins für Höhlenkunde in Tirol erfolgte am 9. Februar 1952 in Innsbruck. Aus dem Kreis der anwesenden Gründungsmitglieder wurde Ing. Otto Engelbrecht zum ersten Vereinsobmann gewählt.

 

Arbeitstagung des VÖH in Tirol 1955

Bereits im 3. Jahr seines Bestehens organisierte der Landesverein die Arbeitstagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher. Als Veranstaltungsort wurde Scharnitz gewählt, der Ausgangspunkt zum Pleisengebiet, in dem damals schon mehr als ein Dutzend Schächte und Höhlen bekannt waren.

 

Vereinsmitteilungen

1963 hat sich die Vereinsleitung zur Herausgabe eines vereinseigenen Nachrichtenblattes entschlossen, um alle Mitglieder am Vereinsgeschehen gleichermaßen teilnehmen zu lassen. Das erste Heft erschien im Jänner 1964.

 

1964 Gründung der „Forschergruppe Wörgl“

Viktor Büchel warb in Wörgl mit großem Engagement um neue Mitglieder und so erhielt der Verein beträchtlichen Zuwachs, die Mehrzahl der Mitglieder kam schon bald aus dem Raum Wörgl/Kufstein. 1964 gründete Viktor Büchel die „Forschergruppe Wörgl” und übernahm deren Leitung. Damit begann die genauere Erforschung der Höhlen der Umgebung. Er war auch der Meinung, dass der Verein den Mitgliedern bei den Zusammenkünften etwas bieten müsse. Durch  Lichtbildervorträge, Filme und musikalische Darbietungen konnten vor allem junge Leute angesprochen werden,  weshalb sich der Schwerpunkt der Vereins- und Forschungsarbeit auch  immer mehr nach Wörgl verlagerte.

1965 wurde auch das alte Vorhaben, die Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle für den Schauhöhlenbetrieb zu erschließen, wieder aufgegriffen.

1967 Feierliche Eröffnung der Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle als Schauhöhle im Rahmen der Verbandstagung

Das 15-jährige Bestehen des Vereines wurde in Verbindung mit der Jahrestagung 1967 des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher gefeiert. Viktor Büchel wollte zudem etwas Besonderes bieten, nämlich ein altes Anliegen des Vereines verwirklichen, das gleichsam eine Überraschung für die Tagungsteilnehmer bilden sollte: die feierliche Eröffnung der Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle als Schauhöhle.

Dank der guten Organisation, der handwerklichen Geschicklichkeit, der Einsatzfreudigkeit zahlreicher Mitglieder und einiger freiwilliger Helfer und mit den zur Verfügung gestellten Subventionen konnte in Eigenregie zeitgerecht dieses wichtige Vorhaben abgeschlossen werden.

Mit Plakaten und Ankündigungen in Zeitungen und im Rundfunk wurde für dieses feierliche Ereignis am 15. August 1967 geworben. Trotz starken Regens waren rund 370 Personen zur Eishöhle aufgestiegen, der Obmann konnte zudem zahlreiche Ehrengäste begrüßen. „Höhlenpater” Otto Unterasinger zelebrierte die Bergmesse und nahm anschließend die Weihe der Schauhöhle und des Höhlenkreuzes vor. Anschließend erklärte der Obmann des Landesvereines die Höhle für eröffnet.

 

Der Ausbau der Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle zur Schauhöhle und die Aufnahme des Führungsbetriebes im August 1967 setzten im Verein neue Akzente.

 

Für die Höhlenführer mussten annehmbare Bedingungen geschaffen werden. Aus dem ursprünglichen Plan, einen zweckmäßigen Unterstand zu errichten, entwickelte sich schon bald der Entschluss, eine Schutzhütte zu bauen. Im Sommer 1970 wurde die Hütte fertig gestellt.

 

Der Schauhöhlenbetrieb erforderte viele harte Arbeitseinsätze. Die Führungswege in der Eishöhle mussten instand gehalten, verbessert, erweitert und sicherer gemacht werden. In der Hütte waren ebenfalls laufend Verbesserungen durchzuführen. Der Steig vom Fahrweg bis zur Hütte musste saniert und instand gehalten werden.  Zu dieser Zeit konzentrierte sich die Tätigkeit der Tiroler Höhlenforscher fast ausschließlich auf das Hundalm-Gebiet mit der Eishöhle. Diese Tatsache führte bei manchem Vereinsmitglied zur Befürchtung, dass sich der Landesverein langsam zu einem „Schauhöhlenverein” entwickle.

 

1968 Gründung der Forschergruppe Hochfilzen

Gottfried Fuchs war der  Leiter dieser Forschergruppe, das Ziel war die Erforschung des Lamprechtsofens bei Lofer in Salzburg.

 

1975 wurde der Sitz des Landesvereines von Innsbruck nach Wörgl verlegt.

Dieser Schritt erfolgte in Anbetracht der Tatsache, dass sich der Großteil des Vereinsgeschehens nach Wörgl verlagert hatte. Der Vereinssitzwechsel führte zur Auflösung der seit 1964 bestehenden „Forschergruppe Wörgl”.

 

3. Jahrestagung des VÖH in Tirol 1977

Aus Anlass des 25-jährigen Bestandsjubiläums wurde zum dritten Mal die Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher in Tirol abgehalten, Austragungsort war wie 1967 Wörgl. Die Veranstaltung fand in diesem Jahr erstmals gemeinsam mit dem „Verband Deutscher Karst- und Höhlenforscher” statt.

 

4. Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher 1992

Zum 40-jährigen Bestandsjubiläum war der Tiroler Landesverein wiederum Einladender und Gastgeber der Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher. In Verbindung mit diesem Jubiläum konnte noch ein weiterer festlicher Höhepunkt gefeiert werden, nämlich 25 Jahre Hundalm Eis- und Tropfsteinhöhle als Schauhöhle.

 

Der Landesverein im Jubiläumsjahr 2002

Anlässlich 50 Jahre Landesverein und 35 Jahre Schauhöhle organisierten die Tiroler Höhlenforscher bereits die fünfte Jahrestagung des Verbandes Österreichischer Höhlenforscher unter dem Thema „Höhlen – Kunstwerke der Natur: Schützen was wir schätzen.“

 

Interreg-Projekt „inntaler unterwelten“

Im November 2004 referierte Peter Hofmann bei einem Vereinsabend über die Höhlen im Inntal und die ersten Ideen für das spätere Interreg-Projekt „inntaler unterwelten“ wurden geboren. Im Juni 2007 fand in Kufstein die erste Besprechung statt. Nach der Vorausgenehmigung begannen 2009 die Sanierungsarbeiten beim Zustiegsweg zur Eishöhle. Am 19. Jänner 2010 wurden die Partnerverträge in Oberaudorf unterzeichnet. Nachdem im Jahr 2010 die Wegsanierungsarbeiten großteils abgeschlossen waren, wurde im Jahr 2011 die Schauhöhle Ende August für Besucher geschlossen und die Arbeiten für die Erneuerung der langen Zugangsstiege begannen. Der Wettergott hatte ein Einsehen, und so konnte bis Ende Oktober in der Höhle gearbeitet werden. Die restlichen Arbeiten für die Fertigstellung erfolgten im Frühjahr bzw. Sommer 2012.

   

Der Landesverein im Jubiläumsjahr 2007

Das Jubiläum 55 Jahre Landesverein und 40 Jahre Schauhöhle wurde im Oktober klein aber fein gefeiert: ein wundervolles Buffet bei der Eishöhle, Führungen für alle Mitglieder, die bisher keine Gelegenheit zur Besichtigung der Eishöhle hatten und zur Abrundung ein gemütlicher Abend beim Buchackerwirt.

 

Der Landesverein im Jubiläumsjahr 2012

Zum Jubiläum 60 Jahre Landesverein und 45 Jahre Schauhöhle fand zu Pfingsten 2012 ein großer Festakt und die Wiedereröffnung der Schauhöhle nach dem Umbau statt.

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